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Geschichte des McCloy-Programms Die Idee
zur Schaffung eines McCloy Academic Scholarship Program geht auf den langjaehrigen
McCloy-Weggefaehrten Shepard Stone zurueck. Seine Anregungen griff die
Volkswagen-Stiftung auf: Man wuenschte (nach dem Vorbild der Rhodes-Stipendien)
ein Programm zur Staerkung des transatlantischen Dialogs, zur Qualifizierung
deutscher Nachwuchskraefte in den USA, und man plante von vornherein John J.
McCloy in Anerkennung seiner besonderen Leistungen fuer den Wiederaufbau
Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg zum Namenspatron des Programms zu
machen. Auf
Draengen der VW-Stiftung hin wurde eigens fuer die deutschen Stipendiaten ein
Programm an der Kennedy School eingerichtet, das den McCloy-Stipendiaten groesste
Gestaltungsfreiheit im Studium einraeumte: das MPA2-Programm. Daraufhin wurde
1983 der erste Jahrgang von McCloy-Stipendiaten an die Kennedy School
entsandt, die zunaechst in Dr. Guido Goldman ihren Ansprechpartner auf
amerikanischer Seite fanden, der sich in der Konstituierungsphase mit grossem
Nachdruck fuer das Programm engagierte. Goldman war es auch, der den Shepard
Stone-Mitarbeiter Dr. Jim Cooney (Aspen Institute Berlin) fuer die Betreuung
der McCloys gewann. Jim Cooney wurde fuer 20 Jahre zum Begleiter der McCloys
auf amerikanischer Seite. Die Finanzierung des McCloy-Programms erfolgte in den Jahren 1983 bis 1993 durch die VW-Stiftung. Es bedurfte erheblicher Anstrengungen, um die Finanzierung ueber das Jahr 1993 hinaus sicherzustellen. Edzard Reuter engagierte sich zugunsten der Schaffung einer McCloy-Stipendien-Stiftung beim Stifterverband fuer die Deutsche Wissenschaft, Jim Cooney ermoeglichte auf Seiten Harvards die Finanzierung von jaehrlich zehn Studienplaetzen. Entscheidend war es jedoch, das Bundesministerium fuer Wirtschaft und Arbeit als Verwalter des ERP-Sondervermoegens zu gewinnen, die Fortsetzung des Programms sicherzustellen. Seit 2002 beteiligt sich die Haniel Stiftung massgeblich an der Foerderung des Programms, Beitraege leistet auch der McCloy Alumni Fonds. Im Jahre 2003 konnte so das 20-jaehrige Bestehen des Programms in der American Academy in Berlin gefeiert werden - im Beisein vieler der fast 160 Absolventen dieses einmaligen Stipendienprogramms. Seit dem Jahr 2003 uebernahm der junge Kennedy School-Professor und ehemalige Stipendiat der Studienstiftung Mathias Risse das Amt des Programmdirektors. |
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