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Geschichte des McCloy-Programms

Die Idee zur Schaffung eines McCloy Academic Scholarship Program geht auf den langjaehrigen McCloy-Weggefaehrten Shepard Stone zurueck. Seine Anregungen griff die Volkswagen-Stiftung auf: Man wuenschte (nach dem Vorbild der Rhodes-Stipendien) ein Programm zur Staerkung des transatlantischen Dialogs, zur Qualifizierung deutscher Nachwuchskraefte in den USA, und man plante von vornherein John J. McCloy in Anerkennung seiner besonderen Leistungen fuer den Wiederaufbau Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg zum Namenspatron des Programms zu machen.

 Im Jahr 1982 war die Idee so weit gereift, dass man Kontakt aufnahm zur Harvard University und zur neu gegruendeten Kennedy School of Government (KSG), wobei insbesondere Professor Karl Kaiser (DGAP) den Kontakt zum KSG-Dean Graham Allison herstellte. Parallel dazu vergewisserte man sich der Unterstuetzung der Studienstiftung, die von vornherein fuer die Gewinnung, Auswahl und Betreuung der Stipendiaten vorgesehen war.

Auf Draengen der VW-Stiftung hin wurde eigens fuer die deutschen Stipendiaten ein Programm an der Kennedy School eingerichtet, das den McCloy-Stipendiaten groesste Gestaltungsfreiheit im Studium einraeumte: das MPA2-Programm. Daraufhin wurde 1983 der erste Jahrgang von McCloy-Stipendiaten an die Kennedy School entsandt, die zunaechst in Dr. Guido Goldman ihren Ansprechpartner auf amerikanischer Seite fanden, der sich in der Konstituierungsphase mit grossem Nachdruck fuer das Programm engagierte. Goldman war es auch, der den Shepard Stone-Mitarbeiter Dr. Jim Cooney (Aspen Institute Berlin) fuer die Betreuung der McCloys gewann. Jim Cooney wurde fuer 20 Jahre zum Begleiter der McCloys auf amerikanischer Seite.

Die Finanzierung des McCloy-Programms erfolgte in den Jahren 1983 bis 1993 durch die VW-Stiftung. Es bedurfte erheblicher Anstrengungen, um die Finanzierung ueber das Jahr 1993 hinaus sicherzustellen. Edzard Reuter engagierte sich zugunsten der Schaffung einer McCloy-Stipendien-Stiftung beim Stifterverband fuer die Deutsche Wissenschaft, Jim Cooney ermoeglichte auf Seiten Harvards die Finanzierung von jaehrlich zehn Studienplaetzen. Entscheidend war es jedoch, das Bundesministerium fuer Wirtschaft und Arbeit als Verwalter des ERP-Sondervermoegens zu gewinnen, die Fortsetzung des Programms sicherzustellen. Seit 2002 beteiligt sich die Haniel Stiftung massgeblich an der Foerderung des Programms, Beitraege leistet auch der McCloy Alumni Fonds.

 Im Jahre 2003 konnte so das 20-jaehrige Bestehen des Programms in der American Academy in Berlin gefeiert werden - im Beisein vieler der fast 160 Absolventen dieses einmaligen Stipendienprogramms. Seit dem Jahr 2003 uebernahm der junge Kennedy School-Professor und ehemalige Stipendiat der Studienstiftung Mathias Risse das Amt des Programmdirektors.

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